
Die Wirtschaftsorganisation, die Unternehmen aus 130 Ländern weltweit repräsentiert, beobachtet die möglichen ungünstigen Folgen einer derartigen Steuerpolitik auf den internationalen Handel und Investitionen. Besonders beunruhigt zeigt sich die ICC über die rückwirkenden Änderungen in Gesetzen, um ein solches Vorgehen umzusetzen.
Der Vorsitzende der ICC-Steuerkommission Robert Couzin sagt hierzu: "Die ICC bestärkt Regierungen darin, unnötige fiskalische Hindernisse für internationale Fusionen und Reorganisationen zu vermeiden. Konsistenz und Klarheit sind für die Wirtschaft gerade in der aktuell schwierigen Konjunkturlage besonders wichtig."
Das Positionspapier der ICC weist auf die Folgen hin, wenn sich die neue Praxis weiter verbreite. Dann könne die Akquisition eines globalen Unternehmens, das über zahlreiche internationale Niederlassungen verfüge, in vielen Ländern steuerpflichtig werden, die keinen direkten Geschäftsbezug zur Transaktion hätten. Ein solcher Zustand schaffe Verwirrung und sei auf internationaler Ebene ein großes Hindernis für Handel, Firmenübernahmen, Fusionen und ausländische Direktinvestitionen.
Jean Rozwadowski, Generalsekretär der ICC: "Der Umstand, dass Staaten die Kompetenz beanspruchen, Übernahmen zu besteuern, zu denen sie nicht in direkter Rechtsbeziehung stehen, ist für die internationale Wirtschaft besorgniserregend. Es besteht das Risiko, dass dieser Politikansatz den internationalen Handel sowie Investitionen erschweren und behindern wird. Dies steht im Gegensatz zu den lobenswerten Bemühungen vieler Regierungen, wirtschaftliche Tätigkeit zu fördern, indem die Investitionsmöglichkeiten erweitert werden".
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